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GARNISONS-
WEG

Erleben Sie die

historische Geschichte der

Garnisonsstadt Kamenz.

Die Garnisonsstadt Kamenz.jpg
ewag kamenz - Partner der Region!
800 Jahre Kamenz

DER
GARNISONSWEG

Vorwort

Das
Vorwort

 

Torsten Pfuhl - Vorstand ewag kamenz.jpg


Torsten Pfuhl
Vorstand der ewag kamenz
Energie und Wasserversorgung Aktiengesellschaft Kamenz

 

Willkommen liebe Besucherinnen und Besucher zu Ihrer virtuellen Reise auf dem „Garnisonsweg“ in Kamenz,

 

die Gründe für die Entstehung dieser Internetseite sind leicht beschrieben. Die Stadt Kamenz feiert 2025 ihre 800-jährige Ersterwähnung. Nicht unerheblich für die Geschichte und Entwicklung der Stadt Kamenz ist die Geschichte der Garnison, in der Zeit von 1897 bis 1991 in Kamenz sowie die Konversion der ehemaligen Kasernenanlagen ab 1992 bis zum heutigen Zeitpunkt.

Analog dem Wanderweg Wasser ist die Idee eines Wanderweges Garnison, dem „Garnisonsweg“ entstanden. Aufgrund kaum noch vorhandener Zeitzeugen begann die Suche nach Fakten und Fotos über die Zeit der Garnison in Archiven.

Da die ewag kamenz die Konversion der ehemaligen Kasernenanlagen maßgeblich mit unterstützte und begleitete, waren auch hier bereits einige Daten vorhanden. Es ist uns ein großes Anliegen, diesen Teil Stadtgeschichte für die Zukunft zu erhalten. Welcher Zeitpunkt war da besser geeignet, als die 800-jährige Ersterwähnung der Stadt Kamenz.
 

An dieser Stelle gilt mein Dank

  • dem Stadtarchivar von Kamenz, Herrn Binder 

  • dem Landratsamt Bautzen - Bauaktenarchiv, Frau Behr und Frau Lehmann; Gebäude- und Liegenschaftsamt; Untere Denkmalschutzbehörde

  • den Städtischen Sammlungen Kamenz-Stadtgeschichte, Frau Michalicka

  • den Projektbeteiligten der Stadtverwaltung Kamenz, im besonderen Frau Walther von der Bauverwaltung

  • dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr - Niederlassung Bautzen 

  • den vielen auskunftswilligen ehemaligen Offizieren der NVA, insbesondere Oberstleutnant a.D. Herrn Egel

  • Herrn Dr. Rohrbach und seinem Leistungskurs Geschichte 11/2 2024 vom Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Kamenz

  • Herrn Dr. Kretzschmar und Herrn Portmann

  • der WfbM St. Nikolaus der Christliches Sozialwerk gGmbH

  • Herrn Manfred Wolff und Herrn Ingo Wolff

  • der Druckerei Schütz GmbH und 

  • natürlich den projektverantwortlichen Mitarbeitern der ewag kamenz, im besonderen Herrn Käppler und Herrn Morawa

 

Wir wünschen Ihnen bei Ihrem virtuellen Rundgang viele Anregungen, insbesondere die Lust und Neugier, den „Garnisonsweg“ in natura zu gehen und seine Geschichte hautnah zu erleben.


Wir freuen uns über Anregungen und nehmen gern auch weitere Zeitzeugenberichte oder Fotos zur Garnison in Kamenz entgegen. Unsere E-Mail-Kontaktadresse ist hier hinterlegt.

 

Torsten Pfuhl

Vorstand der ewag kamenz
Energie und Wasserversorgung Aktiengesellschaft Kamenz

Militärstandort

Militärstandort
Kamenz

 

Thomas Binder

Stadtarchivar der Stadt Kamenz
 

„Das klingt ja ganz besonders und verdient untersucht zu werden.“

Im Dritten Aufzug, Fünfter Auftritt, legt Gotthold Ephraim Lessing der Franziska in seiner „Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück“ diesen als Überschrift zu diesem Vorwort dienenden Satz in den Mund.
Franziska ist die Kammerjungfrau der Minna von Barnhelm. Diese machte sich mit ihrem Vormund aus Thüringen kommend auf den Weg nach Berlin, wo sie ihren Verlobten – den Major von Tellheim – vermutet. Sie findet ihn in einem Gasthof.

Und damit ist schon der Bogen von Lessing zum Thema dieser Broschüre geschlagen.
Anfänglich bedeutete „Garnison“ die militärische Besatzung eines Ortes im Krieg, wobei die Truppen größtenteils in Privatquartieren untergebracht waren; in Bürgerhäusern oder eben auch in Gasthöfen. Später wurde gleich die ganze Stadt, in der das Militär im Frieden lag, damit bezeichnet. So war es auch mit Kamenz: Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein fand die Unterbringung von durchziehendem oder stationiertem Militär in Kriegs- als auch Friedenszeit zumeist durch die hiesigen Hausbesitzer statt.

 

Bei den Heeren fremder Mächte gestaltete sich dies nicht immer einfach. Das wohl schlechteste Beispiel dafür ist im Zusammenhang mit dem Nordischen Krieg zu sehen, als schwedische Truppen in Kamenz einquartiert und wahrscheinlich nicht ganz unbeteiligt am Stadtbrand von 1707 waren. Aber auch sonst wird die Garnison nicht problemlos abgelaufen sein. Dennoch wird es für Stadt und Bürgerschaft ein einträgliches Unternehmen gewesen sein; zumindest wenn es sich um die eigenen Truppen handelte –; insbesondere im Frieden. Deshalb bemühte sich Kamenz bereits seit dem 17. Jahrhundert um eine ständige Garnison im Frieden.

 

Anfänglich waren die Zeitspannen eher gering; meist nur ein Jahr – wohl auch nur den Manövermonaten geschuldet. Nur wenige Jahre vor dem großen Stadtbrand von 1842 entstand die letzte Aufstellung über leerstehenden Wohnraum in der Stadt, um zu ermitteln, welche Kapazitäten zur Unterbringung vorhanden wären. Diese äußerst detaillierte Übersicht mit Aufzählung sämtlicher Räume von Keller bis Boden sowie in Nebengebäuden zeigt uns heute einen geradezu vollständigen Überblick um die bauliche Situation der Stadt vor ihrem Neuaufbau.
 

Zunehmend wird aber die dezentrale Unterbringung der Truppen bei der Militärführung als unpraktisch empfunden. Zuerst entstehen in den Ballungsräumen Kasernen, die sowohl Mannschaften als auch Offizierskorps an einem Standort unterbringen, so dass insbesondere die Ausbildung der Armee gezielter ablaufen kann. Nicht zuletzt die Einbindung eines Exerzierplatzes bot dabei große Vorteile, was im Zentrum der engbebauten Städte kaum umgesetzt werden konnte. Um gegenüber anderen Städten diesbezüglich für die Armee attraktiv zu bleiben, bot auch Kamenz der Militärverwaltung großräumige Flächen an.

 

So entstanden Ende des 19. Jahrhunderts im Norden der Stadt weitläufige Anlagen für das Militär, die für fast ein Jahrhundert von verschiedenen Armeen belegt wurden. Seit der Jahrhundertwende erfolgt nun eine zivile Nachnutzung dieser Areale.
Und weil diese Geschichte so besonders klingt, verdiente sie es, untersucht zu werden.

 

Das Ergebnis dieser ausführlichen Betrachtung zur baulichen Entwicklung des Militärstandortes Kamenz wird nun erstmals zusammenfassend betrachtet; nicht zuletzt durch umfangreiches Quellenstudium im Stadtarchiv Kamenz.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

 

Thomas Binder

Stadtarchivar im Frühjahr 2025

Die Garnison Kamenz in der Zeit von 1682 bis 1918.jpg

Stationen des Garnisonsweg
in Kamenz.

Lernen Sie jetzt die 40 Stationen des Garnisonsweges  kennen und erleben Sie die historische Geschichte über die Entstehung der Garnisonsstadt Kamenz kennen.

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